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Ostern
Christentum, Hasen und Eier.
Ostern – damit verbindet man gemeinsames Eiersuchen, Familienfeste und vor allem ein paar freie Tage im Frühling. Heutzutage wird gerade deshalb die ganz besondere Bedeutung des Osterfestes vergessen, die es für Christen hat. Es handelt sich hierbei schließlich um das wichtigste Fest dieser Religion.
Doch auch hier teilen sich die Ansichten: Während die katholische Kirche die Auferstehung Jesu zum höchsten Feiertag erklärt, sehen Protestanten die Kreuzigung – folglich den Karfreitag – als Zeitpunkt der Erlösung. Die vorherige Zeit – um genau zu sein die vierzig Tage bis zum Karsamstag – bezeichnet man aber gemeinhin als Fastenzeit. Angelehnt ist diese zeitliche Spanne übrigens an die vierzig Tage Jesu in der Wüste.
Vor diesem Hintergrund fragt man sich nun, was Ostern denn eigentlich mit Hasen zu tun hat und warum ausgerechnet dieser die Eier bringt. Die Frage ist bis heute umstritten und es gibt verschiedene Ansätze, um sie zu beantworten.
Der bekannteste Erklärungsversuch geht auf das Dreihasenbild zurück. Auf diesem befinden sich drei im Kreis positionierte Hasen: Indem sie sich jeweils ein Ohr mit dem Nachbarn teilen, haben alle Hasen zwei Ohren. Die Meinung, es handle sich um eine Metapher der Dreifaltigkeit, liegt somit nahe, obwohl dieses Bild nicht nur im Christentum auftaucht.
Eine weitere Beschreibung durch Ambrosius sieht in dem Hasen das Tier der Auferstehung, andere nur ein unschön gemaltes Lamm.
Die Frage, weshalb der Hase nun Eier bringt, kann man letztendlich nur auf seine Fruchtbarkeit zurückführen und somit wird die Frage, weshalb man nun Schokohasen verschenkt, wohl vorerst im Dunkeln bleiben.
Es bleibt mithin unumstritten, dass Ostern von vielen Familien gebührlich gefeiert wird. Sich dabei gegenseitig seine Ostergrüße mit österlichen Grußkarten zu übermitteln, ist eine häufig angewendete Form der Beziehungspflege.

















